Aufmerksamkeits-Ideen

Wer eine gute Website erst einmal erstellt hat, der möchte, dass möglichst viele Menschen diese Website auch besuchen. Wie aber bekommt man Besucher dorthin? Wie und wo kann man die eigene Website bewerben?

Viel Mühe und Energie muss investieren, wer in generellen Google-Suchen ganz oben gefunden werden möchte. Wer als Arzt, Steuerberater, Optiker, Coach oder Werbeagentur unter generellen Suchbegriffen wie „Coaching Köln“, „Steuerberater Hamburg“ oder „Optiker Berlin“ ein gutes Google-Ranking erreichen will, der hat viel vor sich.

Auch die alleinige Nennung der eigenen Website-Adresse auf Visitenkarten, Flyern oder Unternehmensbroschüren ist nicht ausreichend, denn wer diese Informationen bekommt, der kennt das Unternehmen oder die dahinterstehende Person oft schon – und war wahrscheinlich auch schon auf der Website.

Kreativität ist gefragt! Eine pfiffige Idee, die mir kürzlich begegnet ist, basiert auf dem Gratis-Postkarten-Prinzip. Da hatte ein Coach eine Karte drucken lassen und in Kneipen verteilt, auf der ganz fett der Satz *Weihnachten ist Scheiße!* stand, und dahinter ein ganz kleines *… oder?*. Auf der Rückseite der Karte bot er einen Link zu seiner Website an. Dort werde man zehn kurze und konkrete Tipps finden können, wie man die Weihnachtszeit genießt, den Familienfrieden bewahrt und gesund und glücklich durch den Dezember kommt. Mich hat es angesprochen, ich fand die Idee witzig und ich habe die Website besucht.

Eine Unternehmensberaterin nutzt ihre E-Mail-Signatur, um auf thematische Informationssammlungen hinzuweisen, die sich – natürlich! – auf Ihrer Website befinden. Jedes Mal, wenn ich von Ihr eine E-Mail bekomme, ist in der Signatur ein neues Thema beschrieben und mit einem Link versehen. Auch das lockt mich immer wieder auf ihre Website, denn dort finde ich gute und interessant aufbereitete Inhalte.

Und natürlich bieten auch soziale Netzwerke mit ihren Statusmeldungen die Gelegenheit, neue Inhalte der eigenen Website zu bewerben und per Link schnell für Interessenten verfügbar zu machen. Gerade in XING klicken sehr viele Nutzer die Links in Statusmeldungen an, wenn sie interessant und pfiffig beschrieben werden.

Der Cutwater-Tipp für mehr Website-Aufmerksamkeit:
* Damit Menschen eine Website interessante finden und immer wieder kommen, braucht es attraktive Produkte und Angebote oder redaktionell gut recherchierte und aussagekräftige Inhalte. Eine reine Unternehmensdarstellung allein reicht nicht aus.
* Wer regelmäßig neue Produkte oder gute Inhalte anbietet, der sollte das breit streuen und in möglichst vielen, verschiedenen Kanälen kommunizieren.
* Pfiff und Witz sind – neben den guten Inhalten – der Schlüssel zum Erfolg. Wer die Bedürfnisse der potentiellen Kunden klar anspricht und dabei mit einem Augenzwinkern auf die eigene Leistung hinweist, weckt schneller Interesse als der, der *klassische Werbung* betreibt.
* Die eigene E-Mail-Signatur oder kostenlose Statusmeldungen in sozialen Netzwerken sind dabei *Pflicht*. Alles das, was Geld kostet (z.B. eine Postkartenaktion) ist die *Kür*, denn hier müssen Kosten und Nutzen natürlich in einem guten Verhältnis stehen (4.000 Postkarten kann man z.B. schon für ca. 180 EUR drucken lassen).

Auch Toilettenpapier wird mittlerweile als Werbefläche genutzt, sei es für Partylocations, für Datingplattformen oder auch für Arzneimittel gegen Sodbrennen. Und natürlich ist überall – wirklich überall! – eine Website-Adresse zu finden.

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12 2010

Ohren zu und durch

Vor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle über das Web 1.0 Gruselkabinett berichtet: Die vor einigen Jahren noch sehr beliebten sich drehenden Weltkugeln, Besucherzähler oder blinkenden Buttons sind heute auf modernen Websites überhaupt nicht mehr zeitgemäß.

Ein weiteres, längst aus der Mode gekommenes Element einer Website ist unaufgefordert ablaufende Musik. Gehen Sie mal auf die Website http://www.hotelcalasantanyi.com. Welchen Mehrwert hat die hier laufende, völlig indifferente, typische *Kaufhaus-Aufzugmusik*? Das Hotel macht auf mich einen guten und stilvollen Eindruck, den würde es jedoch auch ohne die Musik machen. Hat sie einen direkten Bezug zum Inhalt? Ich habe keinen gefunden.

Noch schlimmer ist die Tatsache, dass der Sound unaufgefordert losläuft. Oft wird Musik auf touristischen Websites dazu eingesetzt, um die Besucher in Urlaubslaune zu versetzen. Dumm nur, wenn genau dieser Nutzer gerade mitten in einem Großraumbüro sitzt, und anstatt den nächsten Urlaub zu planen eigentlich eher in produktiver Arbeitsamkeit vor seinem Computer sitzen sollte.

Durch die sofort einsetzende Musik stellt der Websitebetreiber sicher, dass der Nutzer diese Internetseite sofort wieder schließt (mit einem peinlich erröteten Gesicht und umgeben von kritisch-spöttischen Blicken der lieben Kollegen) und mit Sicherheit nicht nochmal aufruft. Schade für das Hotel, denn gerade in Sachen Ferienplanung nutzen viele Menschen eher den superschnellen Internetzugang im Büro, als die nicht immer so fixe DSL-Verbindung zu Hause.

Und noch einen weiteren, klassischen Fehler in Sachen Website-Akustik kann man an diesem Beispiel lernen: Die Option, die Musik auszuschalten, befindet sich sehr versteckt unten rechts im Bild, gerade bei gängigen Laptop-Bildschirmen sogar unterhalb des sichtbaren Bereichs.

Das Hotel soll übrigens – laut guten Freunden von uns – ein sehr schönes Urlaubsziel sein. Es ist ein sehr stilvolles Haus, und natürlich läuft nicht überall und andauernd belanglose Tralala-Musik, sondern man kann sich dort – so unsere Freunde – ausgesprochen gut erholen.

Der Cutwater-Tipp zur akustischen Website-Aufwertung:
* Wenn der Inhalt einer Website durch Audiodateien ganz klar aufgewertet wird, dann sollte man Websites mit Musik oder anderen akustischen Elementen bestücken. Zwei Beispiel dazu: Wenn ein Musiker Beispiele seiner Arbeit online zum Anhören bietet, oder ein Coach ein Radioninterview als Podcast in die eigene Internetpräsenz einbindet, dann liegen solche klaren Aufwertungen des restlichen Inhalts vor.
* Akustische Elemente einer Website sollten niemals von alleine loslaufen, und erst recht nicht beim Klick von einer Seite auf die nächste Seite innerhalb einer Webpräsenz immer wieder neu gestartet werden. Nur auf eine explizite Aktion des Nutzers hin sollten Audiodateien eingeschaltet werden.
* Die Bedienung des in die Website integrierten Players muss einfach, klar und schnell zu erledigen sein. Gute Sichtbarkeit, große Schaltflächen und klare Schaltflächensymbole sind der Schlüssel zur Nutzerfreundlichkeit.

Weil ich mich schon zu oft über nervige Websitemusik geärgert habe, ist mein PC-Lautsprecher übrigens meistens ausgeschaltet. Für jeden Großraumbüro-Websurfer ist das übrigens auch eine sehr empfehlenswerte Strategie im Umgang mit dem Internet.

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11 2010

Vom Können und Wollen

Im Jahr 2010 ist schon so manche Website in die Jahre gekommen und muss dringend erneuert werden. Oder nach dem Motto *weniger ist mehr* entscheidet sich vielleicht ein großes Unternehmen dazu, seine diversen Internetpräsenzen einzelner Organisationsbereiche nach vielen Jahren des Aufbaus zu konsolidieren und mehrere Websites in einer einzigen Präsenz zusammenzufassen.

Immer, wenn im Web aufgeräumt wird, geht es auch um die Frage des Abschaltens von alten Websites. Und ganz oft höre ich dann von meinen Kunden den folgenden Satz: *Diese Website können wir noch nicht abschalten, weil die neue Website noch nicht fertig ist.*

Was ist an diesem Satz grundlegend falsch?

Abschalten KANN man grundsätzlich alles zu jeder Zeit. Die viel interessantere Frage ist, was man abschalten WILL! Niemand ist per Gesetz verpflichtet, Websites zu betreiben. Ist es wirklich sinnvoll, eine veraltete, nicht gepflegte Website weiter bestehen zu lassen, nur weil die neue Website noch nicht fertig ist? Oder wäre es vielleicht viel mutiger und besser, dem Nutzer für eine kurze Übergangszeit  eine Minimal-Web-Visitenkarte mit telefonischen Kontaktinformationen zuzumuten, bis ein vollwertiger, neuer Auftritt fertig ist?

Ich habe Webprojekte erlebt, die sich trotz geringer Komplexität hingezogen haben wie Kaugummi. Die Entscheidung zum Launch wurde immer wieder verschoben, um noch hier oder da eine Kleinigkeit anzupassen. Oft hat einfach der Druck gefehlt, endlich an den Start zu gehen, weil eine bereits existente – wenn auch veraltete – Website noch vorhanden war.

Das direkte Abschalten veralteter Internetpräsenzen heißt auch, automatisch einem neuen Websiteprojekt eine höhere Priorität einzuräumen. Egal, ob dieses Projekt gerade begonnen oder bereits sehr fortgeschritten ist.

Der Cutwater-Tipp zum schnellen und mutigen Abschalten:
* Web-Projekte sind wie Luft – sie nehmen immer den Raum ein, den man ihnen gibt. Enge Zeitvorgaben und frühe Abschalttermine veralteter Präsenzen können ein Webprojekt extrem beschleunigen.
* Perfektionismus ist in Website-Projekten ein Killer. Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, jemals mit einer Website jeden einzelnen Besucher glücklich zu machen.
* Eine Website, die 70 – 80 % der Nutzer gut bedient ist eine wirklich gute Website! Und nur wenn sie online ist, kann sie überhaupt Nutzen stiften!
* Wenn Sie überlegen, wann Sie welche Inhalte aus dem Netz nehmen, dann vermeiden Sie das Wort *können*, sondern überlegen Sie sich genau, ob Sie wirklich weiterhin veraltete oder kaum genutzte Online-Inhalte anbieten WOLLEN.

Überprüfen Sie eigentlich regelmäßig, welche Teile Ihrer Website genutzt und welche nicht genutzt werden? Laut dem Webstrategen Gerry McGovern (www.gerrymcgovern.com) sollte man anhand von Nutzerzahlen immer wieder überprüfen, welche Inhalte einer Website nicht gebraucht werden. Und alles das, was nicht gebraucht wird, hat nichts in einer Website zu suchen, sondern sollte – so oder so – umgehend aus dem Netz genommen werden.

Speicherplatz im Internet kostet praktisch nichts mehr. Aber eine völlig überfrachtete Website, in der die wirklich relevanten Informationen wegen zu vieler irrelevanter Inhalte untergehen, die kostet wertvolle Zeit des Nutzers. Und niemand hat Zeit im Netz.

01

11 2010

Groß und grausam, klein und fein

Große Firmen haben große Büros, große Verwaltungen und große Kommunikationsabteilungen mit großen Budgets. Und wer große Budgets hat, der hat automatisch große und ganz ausgezeichnete Websites.

Kleine Firmen haben kleine Büros, kleine Verwaltungen und oft keinerlei Kommunikationsabteilung. Und wer keine Kommunikationsabteilung hat, der kann auch keine gute Website zu Stande bringen. Klingt das plausibel?

In der Realität ist eher das Gegenteil der Fall. Große Firmen haben viele Manager, die alle gerne mit ihren Inhalten auf einer Website vertreten sein wollen. Große Organisationen haben komplexe Strukturen, die über eine Website dem Kunden vermittelt werden sollen. Und große Firmen haben so viel zu sagen, dass die echten Kernbotschaften im Rausch der vielseitigen und vielschichtigen Kommunikation untergehen.

Bei kleinen Firmen hingegen ist es – im besten Fall – viel einfacher: Die Firmenstruktur ist überschaubar, das Angebot klar formuliert und niemand hat Zeit und Geld, eine Website mit unnötigem Schnick-Schnack zu füllen.

Was machen – klischeehaft betrachtet – große Unternehmen also falsch, und kleine Unternehmen richtig? Die Kundenfokussierung ist der Knackpunkt.

Ein kleines Unternehmen – und dazu zähle ich auch Freiberufler oder Ein-Mann-Unternehmen – kann es sich nicht leisten, den Kunden aus den Augen zu verlieren. Jede Form der Kommunikation muss auf den Kunden ausgerichtet sein, muss ihn schnell und klar ansprechen und bestenfalls zum Kauf oder zur Kontaktaufnahme bewegen. Für eher nebensächliche Dinge bleibt keine Zeit.

Eine große Organisation hat nicht nur viele Kunden, sondern fühlt sich oft auch verpflichtet, an die breite Öffentlichkeit, an die Wissenschaft, die Politik oder auch an Finanzinvestoren ihre Nachrichten zu verteilen. Für wen genau ist welche Botschaft? Passen alle Botschaften zusammen? Und woher soll der gemeine Webnutzer wissen, welche Inhalte einer großen Website sich genau an ihn mit seinen spezifischen Fragestellungen richten?

Eine Patentlösung gibt es hierzu leider nicht, aber in jedem Fall ist es hilfreich, immer den Kunden einer Website – auch wenn es nur ein Informationskunde ist – im Auge zu behalten.

Der Cutwater-Tipp zur besseren Kundenfokussierung:
* Für jeden Website-Betreiber ist es immer wieder wichtig, die genaue Zielgruppe der eigenen Online-Kommunikation zu definieren – und auch zu kennen!
* Je mehr Botschaften für verschiedene Zielgruppen innerhalb einer einzigen Website dargestellt werden sollen, desto größer die Gefahr, dass kein einziger Nutzer wirklich zufrieden gestellt wird.
* Bei zu umfangreichen und komplexen Inhalten lohnt es sich, separate Websites für separate Themen anzubieten, um wenigstens innerhalb einer Seite klare Informationen in klare Strukturen anbieten zu können.
* Bei mehreren Websites eines einzigen Anbieters muss eine optimale Benutzerführung sicherstellen, dass jeder Website-Besucher schnell und einfach die Infos findet, die er gerade sucht.

Wenn immer wieder Menschen bei einem Unternehmen anrufen, um nach Informationen zu fragen, die auch auf der Firmenwebsite zu finden sind, dann sollte man hellhörig werden. Statt dann regelmäßig Telefon-Support zu leisten, sollte eine solche Organisation ihre Energie lieber in die Verbesserung ihrer Website-Strukturen stecken.

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10 2010

Unsichtbare Baustellen

Kennen Sie jemanden, der Baustellen gut findet? Der sich darüber freut, schlecht beschilderte Umleitungen nehmen zu müssen, Staus zu durchfahren und unendlich lange Ampelschaltungen zu ertragen?

Ich ärgere mich bei Baustellen einfach nur. Besonders hilfreich ist dabei auch nicht die Beschilderungen der Bauträger, die eine neue Straße, ein neues Kanalnetz oder eine erweiterte Autobahn in vier bis sechs Monaten Bauzeit versprechen. Auch der Standard-Satz *Wir danken für Ihr Verständnis* stimmt mich selten gut, wenn ich mal wieder zu spät dran bin und genervt auf das Lenkrad klopfe.

Vor knapp 20 Jahren, zu der Anfangszeit des Internets bestand dieses fast nur aus Baustellen. Lauter neue Websites wurden entworfen und mit Inhalten gefüllt, und bis zur Fertigstellung war das allseits bekannte Baustellenschild zu sehen. Manchmal noch schön animiert, so dass der Bauarbeiter die kleine Schaufel immer wieder auf und ab bewegte.

Damals war das vielleicht noch in Ordnung, denn immerhin hat man anhand einer Baustellen-Website gezeigt, dass man schon an einer eigenen Online-Präsenz arbeitet. Baustellenschilder sind im Netz jedoch heute völlig out. Denn heute ist es – zumindest im Business-Bereich – eine Selbstverständlichkeit, im WWW mit einer eigenen Website vertreten zu sein.

Was also tun, wenn die eigene Website erst entsteht? Wenn noch nicht alle Inhalte geschrieben sind? Wenn einzelne Teile erst nacheinander fertig werden und online gestellt werden können?

Das Internet als dynamisches Medium bietet die Möglichkeit, Inhalte jederzeit zu verändern, zu ergänzen und zu aktualisieren. Genau das kann man sich auch beim Aufbau einer neuen Website zu Nutze machen. Ein Buch muss fertig sein, bevor es in den Druck geht, eine Website aber kann Stück für Stück entstehen, und dabei trotzdem schon *live* zu sehen sein.

Der Cutwater-Tipp für Baustellen, die keiner als solche erkennt:
* Der erste Schritt zu einer eigenen Website ist eine eigene Internetadresse (eine Domain), die registriert werden muss.
* Direkt nach der Registrierung sollte schnellstmöglich eine einfache Visitenkarte des Website-Inhabers online gestellt werden, die nur aus den Kontaktdaten und dem Impressum bestehen muss.
* Content Management Systeme machen einen schrittweisen Website-Aufbau möglich: Schon wenn ein Grundgerüst einer neuen Website fertig ist, kann man dieses ins Internet setzen und dann nach und nach weitere Inhalte ergänzen und freischalten.
* Alles das, was noch nicht fertig ist, sollte innerhalb einer Website ÜBERHAUPT NICHT zu sehen sein. Einzelne Seiten mit dem Inhalt *Diese Seite befindet sich noch im Aufbau* gehören definitiv nicht in eine gute Website.

Natürlich ist es am besten, eine Website *aus einem Guss* zu konzipieren und komplett ins Netz zu stellen. Wenn Website-Besucher gewisse Inhalte auf einer Online-Präsenz nicht finden, kommen sie nur selten wieder, um später erneut danach zu suchen. Die Wahrscheinlichkeit aber, dass sie nach dem Blick auf eine *Baustellen-Seite* doch nochmal wiederkommen, ist ebenso gering. Denn Baustellen-Seiten anzuklicken kostet Zeit, und die hat praktisch niemand im Netz.

Die Google-Suche nach dem Satz *Diese Seite befindet sich im Aufbau* liefert aktuell übrigens circa 80.000 Ergebnisse. Die Suche nach dem schicken Baustellenschild *under_construction.jpg* zeigt immerhin noch gut 60.000 Ergebnisse. Es ist noch viel zu tun!

03

10 2010

Verabredung mit Ihrer Website

Um das eigene Aussehen zu pflegen, geht fast jedermann regelmäßig zum Frisör, und viele Frauen vielleicht auch noch zur Maniküre, Pediküre und zur Kosmetikerin. Zudem wäscht man seine Kleidung regelmäßig, sortiert alte Sachen aus, kauft Neues hinzu und putzt sich die Schuhe, wenn ein wichtiger Termin ansteht. Und das eigene Büro wird täglich gereinigt, damit die Kunden einen guten Eindruck vom Unternehmen haben.

Aber was macht man regelmäßig für das eigene Aussehen und Image im Internet, also die eigene Website? Bekommt diese auch die Aufmerksamkeit, die sie verdient?

Je nachdem, wie anspruchsvoll die Inhalte der eigenen Website gestaltet sind, brauchen sie mehr oder weniger oft eine kleine *Pflegeeinheit*.

Ein Trainer, der online aktuelle Seminartermine veröffentlicht, sollte idealerweise immer direkt nach einem Seminar den abgelaufenen Termin von der Website entfernen. Eine Apotheke, die für einen Monat eine Sonderaktion anbietet, sollte umgehend nach Ablauf des Angebots dieses von der Internetseite nehmen. Und wer über seine Online-Präsenz den Kunden frohen Weihnachten wünscht, der sollte das wirklich nur bis zum 26. Dezember eines Jahres tun.

Im Internet – was im Gegensatz zu den Printmedien ein völlig dynamisches und damit *lebendes* Medium ist – wird von den Nutzern vor allem eins erwartet: ABSOLUTE Aktualität. Also Hand aufs Herz: Wie wichtig ist Ihnen die Pflege Ihrer Website? Machen Sie sich im Kalender eine Notiz, wenn Sie auf Ihrer Internetseite etwas ändern müssen? Oder passiert das eher beiläufig?

Es gibt im Selbstständigen- oder Unternehmeralltag sehr viele Pflichten und Aufgaben, die regelmäßig erledigt werden müssen. Wieso ist es dann so schwer, eine kleine, weitere Aufgabe hinzuzunehmen? Liegt es vielleicht daran, dass uns kein Gesetz und keine offizielle Vorschrift dazu zwingt? Brauchen wir den Druck von außen, um uns zu disziplinieren?

Die Cutwater-Verordnung für Ihre Website-Pflege:
* Ihre Website ist ein ganz elementarer Teil Ihrer professionellen Außendarstellung, räumen Sie ihr mindestens die gleiche Priorität ein wie der Pflege Ihrer Büroräume oder der Wartung Ihrer wichtigsten Arbeitsgeräte.
* Nicht nur die Termine für die Umsatzsteuervoranmeldung gehören in Ihren Kalender, sondern auch feste Pflegetermine für Ihre Website sollten langfristig und fest geplant – und erledigt! – werden.
* Wie bei vielen anderen Aufgaben auch muss man sich immer die Frage stellen, ob das Selbermachen oder das Delegieren die bessere Wahl ist: Suchen Sie sich doch nicht nur einen guten Frisör oder Bügelservice, sondern auch einen professionellen Content-Pflege-Dienst für Ihre Onlinepräsenz.
* Wer es – aus welchen Gründen auch immer – überhaupt nicht schafft, die eigene Website aktuell zu halten, der sollte die eigenen Online-Inhalte so weit reduzieren, dass eine einmal jährliche Pflege ausreicht.

Wenn ich auf einer Website mit veralteten Terminen oder sogenannten *News* von vor zwei Jahren begrüßt werde, dann hinterlässt das bei mir einen schlechten Gesamteindruck. Denn ich informiere mich in allererster Linie deshalb mit Hilfe des Internets, um aktuelle und wirklich relevante Informationen zu finden. Veralteter Online-Inhalt ist nutzloser Online-Inhalt. Verabreden Sie sich regelmäßig mit Ihrer Website, um sie dauerhaft für Ihre Kunden – und potentiellen Kunden – nützlich zu machen!

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09 2010

Aufbauende Inhalte – Abbauende Geduld

Wenn ich mir einen Film angucke, dann möchte ich bewegte Bilder sehen. Wenn manche Szenen bewusst in Zeitlupe dargestellt werden, dann erhöht das die Spannung und kann eine Filmszene zu einem ganz besonderen Erlebnis machen.

Im Internet jedoch bin ich meist sehr eilig unterwegs und habe wenig Zeit und Muße für den Spannungsaufbau durch bewegte Bilder. Besondere Erlebnisse sind im Netz auch nicht unbedingt gefragt, sondern meistens steht die schnelle und klare Informationsvermittlung eindeutig im Vordergrund.

Gestern war ich im Web unterwegs auf der Suche nach einem guten Tagungshotel im Rheinland. Und dabei bin gleich zwei Mal so an die Grenzen meiner Geduld gestoßen, dass ich heute unbedingt diesen Blog-Beitrag schreiben musste. Und das auch noch bei zwei Häusern, die ich persönlich kenne, sehr schätze und immer wieder weiterempfehle.

Das sehr idyllische, kleine Tagungshaus Schrammenhoff (www.schrammenhoff.de) am Niederrhein hat eine Website, auf der sich die Texte der einzelnen Seiten erst nach und nach einblenden. Je nachdem, wie schnell die eigene Internetverbindung ist, dauert es bis zu 10 Sekunden, bis der Text einer ganzen Seite komplett lesbar dargestellt wird. 10 Sekunden hört sich nicht viel an, aber setzten Sie sich mal vor eine Website und warten Sie 10 Sekunden lang, bis Sie alle Inhalte komplett sehen und lesen können!

Warum nur? Die Website wäre kein bisschen schlechter, wenn sich die Seiten sofort und vollständig zeigen würden, so dass das ungeduldige menschliche Auge sofort nach den relevante Infos suchen kann.

Oder aber ein außergewöhnliches Design-Hotel in Köln-Deutz, in dem ich selber auch schon Gast gewesen bin: The New Yorker (www.thenewyorker.de). Dieses Haus besticht durch seine schöne Architektur und komplett durchgestylte Einrichtung, und anstatt eindrucksvolle Bilder des tollen Ambientes dem ungeduldigen Webnutzer sofort zu zeigen, startet jeder Seitenaufruf mit einer breiten, weißen Fläche, die sich erst nach und nach mit Bildern füllt. Auch das ist für den Website-Besucher nicht hilfreich, sondern kostet nur Zeit und Nerven.

Der Cutwater-Tipp zur Schonung der Nutzer-Nerven:
* Der reale Besuch eines Hotels sollte ein besonderes Erlebnis sein, keine Frage! Der Besuch einer Hotel-Website hingegen sollte den Netz-Reisenden in erster Linie schnell und klar informieren.
* Für eine Hotel-Website sind gute Fotos ein ganz elementarer Erfolgsfaktor. Diese wichtigen Bildinformationen müssen schnell, einfach und übersichtlich zu betrachten sein.
* Bildergalerien, in denen man durch Klick auf einen *Weiter-Pfeil* nacheinander verschiedene Fotos betrachten kann, sind unkompliziert, in der Regel sehr browserkompatibel und nutzerfreundlich.
* Aufwendige Flash-Animationen, durchlaufend bewegte Bilder und mit der Maus kompliziert zu bedienende Rundgänge sind eine Spielerei, die den Nutzen einer Website nicht verbessern, sondern nur die Geduld der Website-Besucher strapazieren.

In vielen Kundengesprächen höre ich immer wieder den Satz: *Meine Website soll etwas ganz Besonderes werden!* Das kann ich sehr gut nachvollziehen, auch für meine eigene Website würde ich diesen Satz in jedem Fall unterschreiben. Die BESONDERS klare, schnelle und übersichtliche Darstellung von komplexen Informationen ist eine hohe Kunst. Jeder, der schon mal eine Website gemacht hat, wird mir das sicherlich bestätigen können.

05

09 2010

Zielchaos

Am Anfang des Beratungsprozesses zur Websitekonzeption steht bei mir immer folgende Frage: Mit welchem Ziel soll die Website erstellt werden, warum genau wird sie überhaupt gebraucht?

Frei nach dem Motto *Wer sein Ziel nicht kennt, der kann auch den passenden Weg nicht finden* möchte ich zunächst klären, welche Aufgaben eine Internetseite unbedingt erfüllen muss, wenn Sie erst mal fertig ist.

Schon diese erste Frage ist für manchen Kunden nicht so einfach und klar zu beantworten. Irgendwie soll die Website mehr sein als nur eine Visitenkarte im Netz. Man möchte die Kunden generell positiv ansprechen. Man möchte natürlich neue Newsletter-Abonnenten gewinnen. Und man möchte auch noch aktuelle Sonderangebote bewerben.

Neben den reinen Marketing-Zielen kommen dann oft noch eine Reihe anderer Dinge hinzu: Die Website hat auch die Aufgabe, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, indem sich Kunden verschiedene Formulare herunterladen können. Oder der Anmeldeprozess für Veranstaltungen soll komplett online erfolgen, so dass der manuelle Bearbeitungsaufwand entfällt.

Je mehr Ziele zusammenkommen, desto wichtiger wird die folgende Frage: Welches Ziel hat die höchste Priorität?

An der völlig überfrachteten Startseite einer Website kann man gut erkennen, dass die Prioritäten der verschiedenen Ziele leider nicht eindeutig geklärt sind. Dann wird einfach jeder Quadratzentimeter verplant. Jedes noch so kleine, leere Fleckchen wird mit Informationen gefüllt. Der Kunden-Login ist kaum von den aktuellen Sonderangeboten getrennt, und die Unternehmensnachrichten stehen unmittelbar daneben. Schauerlich, sowas!

In großen Unternehmen streiten die verschiedene Bereiche oft um *Wichtigkeit*, auch, wenn es um die eigene Website geht. Jeder will mit seinem Thema auf die Startseite. Aber je mehr die Innensicht einer Organisation im Zentrum einer Website steht, desto mehr wird der Kunde mit seinen Bedürfnissen aus dem Auge verloren.

Wer sich hingegen einzig an Kundenbedürfnissen orientiert, der kann eine noch so große Organisation haben, die Website wird immer klar und zielführend sein, siehe – als Paradebeispiel – die Website von Google.

Der Cutwater-Tipp für klare Website-Ziele:
* Machen Sie sich zu Beginn ihres Website-Projekts eine Liste mit all den Dingen, die Ihre Website für Sie leisten soll. Überlegen Sie dann, mit welchen Wünschen und Bedürfnissen die Kunden auf Ihre Website kommen, und machen Sie auch dazu eine Liste.
* Vergleichen Sie, welche Ihrer Ziele mit den Kundenbedürfnissen am besten zusammenpassen und stellen Sie diese Dinge ganz klar in den Vordergrund Ihrer Website.
* Wenn Ihnen die Priorisierung schwer fallen sollte, dann stellen Sie einfach die Kundenbedürfnisse grundsätzlich VOR Ihre eigenen Ziele.
* Alles das, was nicht erste Priorität genießt, hat auf der Startseite Ihrer Online-Präsenz nichts verloren. Diese Dinge sollten durch eine gut verständliche und einfach zu benutzende Navigation erreichbar sein.

Um den richtigen Weg einzuschlagen, muss man das Ziel kennen. Um wirklich kundenorientierte Websites anzubieten, ist das Ziel des Kunden automatisch auch das Ziel des Website-Betreibers. Der international bekannte Webstrategie-Experte Gerry McGovern (www.gerrymcgovern.com) sagt: *Customer centricity is what the web is all about!*

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08 2010

Das Web 1.0 Gruselkabinett

Als die ersten Websites entstanden sind waren es vorwiegend technikverliebte Freaks, die in der Lage waren, Inhalte ins Internet zu bringen. Die Faszination, alles Mögliche ins Netz stellen zu können, hat viele dazu verleitet, sich dort richtig auszutoben und eine überall blinkende und blitzende Website zu erstellen.

Ja, auch ich gebe zu, dass meine erste eigene Website (aus dem Jahr 1999) die wunderbare, drehende Weltkugel als zentrales Element besaß, dazu permanent durchlaufenden Text und natürlich wurde auch der obligatorische Besucherzähler gezeigt.

Heute kann zwar prinzipiell jeder eine Website erstellen, aber immer mehr Menschen begreifen, dass eine professionelle Internetpräsenz von wirklichen Online-Profis erstellt werden muss. Geschulte Web-Designer, gute Texter und pfiffige Programmierer bauen klare und wirklich benutzerfreundliche Internetseiten.

Umso erstaunlicher ist es, dass auch heute noch auf vielen Business-Websites die Klassiker des *Web 1.0 Gruselkabinetts* zu finden sind. Wenn ich den Auftrag bekomme, eine Website zu analysieren und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung auszusprechen, dann mache ich mich im ersten Schritt immer auf die Suche nach solch veralteten *No-Go-Elementen*.

Teilweise stammen diese Dinge dann wirklich noch aus den Anfangszeiten des Internets, sind also einfach schon (zu) viele Jahre online und nie verändert worden. Viel erschreckender aber ist, dass manche Websites nur drei oder vier Jahre alt sind. So hat dann zum Beispiel der Senior-Chef eines Unternehmens darauf bestanden, dass die Firmenpräsenz *irgendwie modern animiert* werden muss, und dann sind im zentralen Bereich der Startseite durchlaufende News-Texte eingefügt worden.

Weitere Beispiele: Das Kontaktformular einer Arztpraxis ist mit einem hübschen, animiert-vibrierenden Telefon-Bildchen versehen. Die Seite eines Unternehmensverbandes zeigt ganz groß an, wie viele Besucher diese Seite schon gesehen haben. Die Website eines Frisörs stellt das Angebot des Monats als blinkenden Button dar. Oder das Kontaktformular eines Unternehmensberaters zeigt als Überschrift ein sich drehendes *@*-Zeichen. Brrrrr… ich muss mich immer schütteln, wenn ich so etwas sehe.

Der Cutwater-Tipp zur Web 1.0-Entrümpelung:
* Längst nicht mehr salonfähige Elemente wie animierte Bilder oder Besucherzähler verderben den Gesamteindruck einer Website, auch wenn die ansonsten angebotenen Inhalte vernünftig dargestellt und auf den Punkt formuliert sein mögen.
* Bewegte Bilder ohne Mehrwert sorgen dafür, dass das Auge permanent von den wichtigen Inhalten abgelenkt wird. Streichen Sie dieses Füllmaterial ersatzlos, denn die Zeiten animierter Telefone, Weltkugeln und @-Zeichen sind definitiv – und hoffentlich für immer! – vorbei.
* Lauftexte schaffen – genau wie bewegte Bilder – eine nervige Irritation. Wenn Sie also wichtige Informationen transportieren möchten, dann setzen Sie stattdessen feststehende Texte in prominenter Schriftgröße oder Farbe ein.
* Wenn es Ihre Ressourcen zulassen, dann befreien Sie Ihre schon in die Jahre gekommene Website nicht nur von den schlimmsten *Gruselelementen*, sondern befassen Sie sich direkt mit einer kompletten Neukonzeption Ihrer Internetpräsenz.

Falls Sie jetzt meinen, dass ich heute über Banalitäten berichte, die nicht wert sind, noch extra beschrieben zu werden, so gebe ich Ihnen im Grundsatz Recht. Aber so lange bei Google die Suche nach spinningglobe.gif noch eine halbe Millionen Treffer ergibt, ist hier noch wirklich viel zu tun!

08

08 2010

Erfolg durch Mini-Tests

Wie groß muss die Schrift auf einer Website sein, damit man sie gut lesen kann? Hilft es, eine Schriftgrößenverstellung innerhalb einer Website anzubieten? Diese und ähnliche Fragen werden in vielen Webprojekten lange und ausdauernd unter Webdesignern, Programmierern und anderen Projektteilnehmern diskutiert.

Aber wer kann hier die richtige Antwort geben? Wer kennt sich wirklich aus? Nach vielen Jahren eigener Webprojekterfahrung gibt es für mich nur eine Möglichkeit, den Nutzer wirklich zu verstehen: Ich muss ihn meine Website testen lassen!

Es ist eine sehr erhellende und gleichzeitig auch frustrierende Erfahrung, wenn man sieht, wie das eigene, mühevoll und akribisch erstellte Webdesign von Testpersonen einfach nicht verstanden wird. Vieles, was man angenommen hat, trifft nicht zu. Manchmal war man sich total sicher, dass etwas funktionieren wird – und es klappt nicht.

Müssen es dabei immer ganz aufwendige und teure Testverfahren sein? Natürlich nicht! Auch wenn ich nur zwei oder drei Personen bitte, vor meinen Augen eine kleine Aufgabe innerhalb meiner Website zu erledigen, kann ich daraus sehr wertvolle Schlüsse ziehen. So ein Ergebnis ist oft viel zielführender als stundenlange Expertendiskussionen.

Der weltweit wohl angesehenste Experte für Internet-Nutzerfreundlichkeit Jacob Nielsen (http://www.useit.com) vertritt vehement die These, dass irgendeine Form von Datenerhebung immer und grundsätzlich besser sei, als sich nur auf persönliche Einschätzungen oder Annahmen zu verlassen. Um sich zwischen verschiedenen Design-Alternativen für eine Website zu entscheiden, sollte man seiner Meinung nach besser einen Mini-Test mit zwei Teilnehmern durchführen, anstatt sich rein auf individuelle Einschätzungen zu verlassen. Wer sich – so Nielsen in seiner provokanten Art – auf die Meinung einzelner verlasse, der solle besser eine Münze werfen.

Der Cutwater-Tipp für einfache und schnelle Web-Tests:
* Nutzer-Tests müssen nicht aufwendig und teuer sein, sondern schon mit sehr geringem Aufwand kann man gute Ergebnisse erzielen und das eigene Webdesign deutlich verbessern.
* Wenn Sie sich *aus freien Stücken* nicht an das Testen heranwagen, dann holen Sie sich zum Beispiel anhand dieses Buches hier Hilfe: *Rocket Surgery Made Easy* von Steve Krug (Link bei Amazon: http://amzn.to/bGateE). Es beschreibt eine Vielzahl von einfachen und aussagekräftigen Testmöglichkeiten mit detaillierten Handlungsanweisungen und Checklisten.
* Bemühen Sie sich immer, Personen für Ihre Tests zu finden, die sowohl mit dem Thema der Website als auch mit der gestellten Aufgabe bisher nicht vertraut sind.
* BEOBACHTEN Sie genau, was die Testpersonen tun und womit sie Schwierigkeiten haben. Die Empfehlungen, die viele Testpersonen im Test aussprechen (*Ich finde das und das nicht, hier wäre es besser, wenn der Button so und so aussehen würde…*) sind NICHT relevant. Die Test-Grundregel lautet: *Watch what they do and don’t do what they say.*

Wenn Sie erst mal erlebt haben, wie viele, wirklich wertvolle Erkenntnisse man aus dem einfachen Do-it-yourself-Testen von Websites erhalten kann, dann werden Sie auf dieses Mittel zur Websiteoptimierung nicht mehr verzichten wollen. Sie werden leider nicht mehr der allwissende Experten für das Verhalten Ihrer Website-Nutzer sein. Dafür aber werden Sie mit innerer Gelassenheit einfach immer und immer wieder testen, was die Nutzer WIRKLICH können und wollen. Und das ist ECHTER Kundenservice.

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07 2010